Köthen: Todesopfer war schwerbehindert und trug einen Herzschrittmacher

Köthen. Langsam werden neue Details im Todesfall Markus B. bekannt. Anwohner versammelten sich am Tatort und zündeten Kerzen an und die Kirchen mahnten wie immer, wenn das Opfer ein Deutscher ist,  zur Besonnenheit. MDR

Die Täter, zwei Afghanen, sollen polizeilich bekannt gewesen sein – der eine wegen verschiedener Straftaten. Trotzdem gilt er als anerkannter Flüchtling, der andere sollte abgeschoben werden.

Markus B. ist nicht durch Gewalt ums Leben gekommen, berichtet jetzt die Mitteldeutsche Zeitung. Nach deren Informationen soll der 22-Jährige an einem Herzinfarkt verstorben sein. Das ist das Ergebnis einer Obduktion am Sonntag. Der junge Mann soll eine kardiologische Vorerkrankung gehabt haben.

Zuvor hatten die WELT und andere Medien berichtet, ein Bruder von Markus B. sein ein vorbestrafter Rechtsradikaler. Dies in keinem Zusammenhang mit der Tat, da der Bruder nicht an dem Geschehen beteiligt war.

Was die Mitteldeutsche Zeitung weglässt, ist die jedoch die Tatsache, dass Markus B. schwerbehindert war und einen Herzschrittmacher trug. Zeugenaussagen nach feierte er auf dem elterlichen Hof ein Fest und wurde auf den Streit am nahegelegenem Spielplatz aufmerksam und wollte helfen. Ob Markus B. auch äußerlich als Schwerbehinderter zu erkennen war, ist uns nicht bekannt, Fakt aber ist, dass er bei der Lebenshilfe in einem betreuten Arbeitsverhältnis stand. Warum lässt die MZ dieses Details weg? Keine Zeit zur Recherche bei der Konkurrenz oder Absicht?

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