Sexueller Missbrauch in der Katholischen Kirche: Eher tritt Gott zurück!

Katholischen Kirche

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Katholischen Kirche – Bei einigen Organisationen sind demokratische Reformen schwierig. Neben dem Verfassungsschutz und der Polizei gehört hierzu auch die Katholische Kirche, in der es immer wieder sexuellen Missbrauch gibt. Bei diesen Institutionen sitzt oben ein Macker und gibt Befehle, die nicht mit Argumenten hinterfragt werden können. Man könnte deshalb fordern, Läden wie die Kirche dichtzumachen. Doch dieser atheistische Fundamentalismus kommt nicht überall gut an. Wie können Gläubige, die bis hierhin den Glauben noch nicht verloren haben, also wieder sicher sein?

Die Kirche weigert sich, die Namen der Missbrauchstäter zu nennen, viele sind noch immer im Amt. Das System der Vertuschung und gegenseitigen Deckung funktioniert wie in den meisten Männerbünden tadellos. Nimmt man diese kriminelle Solidarität unter Männern als gegeben, bleibt noch eine andere Möglichkeit, die »systemische Krise«, wie Kardinal Marx sie nannte, zu lösen, ohne das System ganz zu stürzen. Nämlich, dass alle Bischöfe Sonderberater … Entschuldigung, ich meine natürlich, dass alle Bischöfe zurücktreten. Das wäre in der Hinsicht gesichtswahrend, als dass die Bischöfe ihre Kameraden nicht verpfeifen müssten.

Aber wer tritt an ihren Platz? Wer kann Gottes Botschaft auf Erden glaubwürdig vertreten? Vielleicht Frauen – die vergewaltigen seltener und haben jahrhundertelange Übung in Seelsorge und Altenpflege. Doch bevor die Bischöfe das zulassen, tritt eher Gott zurück.

 

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